Labordiamanten sind in den vergangenen Jahren für viele Paare zur ersten Wahl geworden – besonders bei Verlobungs- und Trauringen. Dieser Ratgeber beantwortet die wichtigsten Fragen zum Labordiamanten: was er ist, was er kostet, woran Sie Qualität erkennen und worauf es beim Ringkauf ankommt.
Was ist ein Labordiamant?
Ein Labordiamant (auch „Diamant ohne Mine“ oder „lab-grown diamond“ genannt) ist ein echter Diamant aus reinem Kohlenstoff, der unter kontrollierten Bedingungen im Labor gewachsen ist – statt über Jahrmillionen in der Erdkruste zu entstehen und abgebaut zu werden. Zwei Verfahren kommen zum Einsatz: HPHT (High Pressure High Temperature) und CVD (Chemical Vapor Deposition). In beiden Fällen entsteht ein kristallographisch identischer Diamant.
Sind Labordiamanten echte Diamanten?
Ja. Ein Labordiamant ist physikalisch, chemisch und optisch identisch mit einem geschürften Diamanten. Er besitzt dieselbe Härte (10 auf der Mohs-Skala), dieselbe Brillanz und dasselbe Feuer und lässt sich mit bloßem Auge nicht unterscheiden. Auch gängige Diamantprüfgeräte weisen ihn als Diamanten aus. Der einzige Unterschied liegt in der Herkunft – nachweisbar nur mit speziellen Laborgeräten anhand winziger Wachstumsmerkmale.
Was kostet ein Labordiamant?
Bei vergleichbarer Qualität ist ein Labordiamant meist deutlich günstiger als ein geschürfter Diamant – häufig 60 bis 80 Prozent unter dem Preis eines vergleichbaren Natursteins. Das bedeutet: Im selben Budget erhalten Sie entweder einen größeren Stein oder eine höhere Farb- und Reinheitsstufe. Bei Lovea beginnen Verlobungsringe mit Labordiamant beispielsweise ab 1.790 €.
Die 4C: So wird Qualität bewertet
Wie bei jedem Diamanten wird die Qualität anhand der „4C“ beurteilt:
- Karat (Carat): das Gewicht des Steins. 1,00 ct ist ein beliebter Richtwert für Solitaire-Ringe.
- Schliff (Cut): bestimmt die Brillanz. „Excellent“ ist die höchste Stufe.
- Farbe (Colour): von D (farblos) bis Z (gelblich). D–F gelten als farblos und besonders hochwertig.
- Reinheit (Clarity): von FL (lupenrein) bis I. VVS2 bedeutet, dass Einschlüsse selbst unter zehnfacher Vergrößerung kaum sichtbar sind.
Warum ein Zertifikat wichtig ist
Ein unabhängiges Zertifikat – etwa des IGI (International Gemological Institute) – dokumentiert die 4C objektiv und bestätigt, dass es sich um einen echten Labordiamanten handelt. Achten Sie beim Kauf darauf, dass ein solches Zertifikat zum Ring gehört. Bei Lovea liegt jedem Ring ein IGI-Zertifikat bei.
Labordiamanten für Verlobungs- und Trauringe
Besonders für Verlobungsringe ist der Labordiamant ideal: Er ermöglicht im selben Budget einen größeren, reineren Stein, ist konfliktfrei und ressourcenschonender. Klassische Fassungen wie das Solitaire (ein einzelner Stein in einer Vier-Krappen-Fassung) bringen den Diamanten am schönsten zur Geltung. Bei Trauringen werden Labordiamanten häufig als zurückhaltende Eternity- oder Akzentsteine eingesetzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Verlieren Labordiamanten an Wert?
Diamanten – ob geschürft oder im Labor gewachsen – sind vor allem ein emotionaler und kein spekulativer Wert. Entscheidend sind die Freude am Stein und seine Qualität.
Lässt sich ein Labordiamant von einem natürlichen unterscheiden?
Nicht mit bloßem Auge und nicht mit handelsüblichen Diamantprüfgeräten. Feststellen lässt es sich nur mit speziellen Laborgeräten.
Sind Labordiamanten nachhaltiger?
Sie benötigen keinen Bergbau und sind konfliktfrei. Für viele Paare sind sie damit die ethisch bevorzugte Wahl.
Welche Karatgröße ist die richtige?
Das ist Geschmackssache. 0,75 bis 1,50 ct sind bei Verlobungsringen am beliebtesten; dank des Preisvorteils von Labordiamanten sind jedoch auch 2,00 ct und mehr gut erschwinglich.
Verlobungsringe mit Labordiamant bei Lovea
Lovea fertigt Verlobungs- und Trauringe mit IGI-zertifizierten Labordiamanten, in Handarbeit in 14K/18K Gold oder Platin 950. Ein Beispiel ist der Emilia Solitaire Verlobungsring im Rundschliff – farblos (D–F), VVS2, ab 1.790 €, mit kostenloser Größenänderung innerhalb von 30 Tagen.
